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Fußpilz: Symptome, Ansteckung und Behandlung

Juckende, aufgeweichte Haut zwischen den Zehen, feine Schuppung am Fußrand: Fußpilz ist die häufigste Pilzerkrankung überhaupt und in der Regel gut behandelbar. Diese Seite erklärt, woran Sie ihn erkennen, wie die Ansteckung passiert, was ohne Rezept wirkt und wann eine ärztliche Beurteilung nötig wird.

Woran erkennen Sie Fußpilz?

Am häufigsten beginnt Fußpilz im Zwischenzehenraum, meist zwischen dem vierten und fünften Zeh: Die Haut ist weißlich aufgeweicht, wirkt aufgequollen, reißt ein und juckt. Der Geruch verändert sich, und beim Abtrocknen lösen sich Hautfetzen.

Daneben gibt es zwei weitere Formen. Bei der schuppenden Form zieht sich eine feine, trockene Schuppung über Fußsohle und Fußrand, oft beidseitig und ohne starken Juckreiz; sie wird lange für trockene Haut gehalten. Bei der bläschenbildenden Form entstehen kleine, pralle Bläschen im Fußgewölbe, die stark jucken und beim Aufplatzen brennen.

Nicht jede juckende Fußhaut ist ein Pilz. Ein Ekzem, eine Kontaktallergie gegen Schuhmaterial, eine Schuppenflechte oder eine bakterielle Infektion sehen ähnlich aus, brauchen aber eine andere Behandlung. Für Pilz spricht der einseitige Beginn zwischen den Zehen und ein gleichzeitig befallener Zehennagel. Bleibt die Besserung unter Behandlung aus, ist die Untersuchung von Hautschuppen im Labor der nächste Schritt.

Wie steckt man sich mit Fußpilz an?

Die Übertragung erfolgt über Hautschuppen, die Betroffene verlieren und die auf feuchten Böden lange überleben: in Hallenbädern, Saunen, Duschen von Sportanlagen, Umkleiden und Hotelzimmern. Barfuß gehen auf diesen Flächen ist der häufigste Weg, gemeinsam benutzte Handtücher der zweithäufigste.

Damit sich ein Pilz festsetzt, braucht er günstige Bedingungen: Feuchtigkeit, Wärme und eine geschädigte Hautbarriere. Deshalb erkranken Menschen häufiger, die viele Stunden geschlossene Sportschuhe tragen, stark schwitzen, Diabetes oder eine Durchblutungsstörung haben, ein geschwächtes Immunsystem oder eine bereits trockene, rissige Fußhaut.

Vorbeugen lässt sich mit wenigen Gewohnheiten: in öffentlichen Nassbereichen Badeschuhe tragen, die Füße nach dem Duschen gründlich abtrocknen und dabei die Zehenzwischenräume nicht vergessen, Socken täglich wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen, Schuhe auslüften und abwechselnd tragen. In der Familie hilft es, Handtücher nicht zu teilen und im Bad nicht barfuß über denselben Vorleger zu gehen, solange jemand behandelt wird.

Was hilft ohne Rezept aus der Apotheke?

Für die unkomplizierte Form genügt in aller Regel eine örtliche Behandlung, die Sie ohne Rezept in jeder Apotheke bekommen: Cremes, Gele, Sprays oder Puder mit Wirkstoffen wie Clotrimazol, Bifonazol, Miconazol oder Terbinafin. Zwischen den Zehen sind Gel, Spray oder Creme angenehmer als fette Salben, weil die Haut dort ohnehin feucht ist.

Wichtig ist, wie behandelt wird: Der Wirkstoff wird auf die gereinigte, trockene Haut aufgetragen und dabei etwa zwei Zentimeter über den sichtbar veränderten Rand hinaus verteilt, weil der Pilz weiter reicht als das, was man sieht. Die Anwendung wird nach dem Abklingen der Beschwerden so lange fortgeführt, wie es die Packungsbeilage angibt; ein zu frühes Ende ist der Hauptgrund für Rückfälle.

Begleitend hilft alles, was die Haut trocken hält: atmungsaktive Schuhe, Socken aus Baumwolle oder Funktionsmaterial, ein Schuhspray zur Desinfektion und das gleichzeitige Behandeln aller befallenen Stellen. Bringt die Behandlung nach zwei bis drei Wochen keine erkennbare Besserung, gehört die Einordnung überprüft.

Wann reicht die Selbstbehandlung nicht mehr aus?

Die Selbstbehandlung stößt an ihre Grenzen, wenn große Flächen der Fußsohle betroffen sind, wenn auch die Nägel verfärbt und verdickt sind, wenn die Beschwerden nach mehreren Wochen unverändert bestehen oder wenn der Pilz nach jeder Behandlung rasch wiederkommt. Dann ist eine ärztliche Beurteilung sinnvoll, gegebenenfalls mit Laboruntersuchung von Hautschuppen.

Rezeptpflichtige Möglichkeiten sind stärker wirksame örtliche Präparate, Kombinationen mit einem entzündungshemmenden Anteil für die erste Behandlungsphase und, bei ausgedehntem Befall oder Nagelbeteiligung, Tabletten wie Terbinafin oder Itraconazol. Letztere setzen die Erfassung Ihrer übrigen Arzneimittel voraus, weil Wechselwirkungen möglich sind.

Eine eigene Gruppe sind Menschen mit Diabetes, mit Nervenschädigung an den Füßen, mit Durchblutungsstörungen, unter Immunsuppression oder in der Schwangerschaft. Hier gehört Fußpilz früh ärztlich beurteilt, weil aus kleinen Einrissen zwischen den Zehen Eintrittspforten für Bakterien werden und die Wundheilung schlechter verläuft. In der Schwangerschaft entscheidet die Ärztin oder der Arzt zudem über die Wahl des Wirkstoffs.

Warnzeichen: wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Suchen Sie noch am selben Tag eine Ordination oder außerhalb der Öffnungszeiten die Notaufnahme eines Spitals auf, wenn sich am Fuß oder Unterschenkel eine flächige, überwärmte Rötung ausbreitet, die Haut spannt und schmerzt und Fieber oder Schüttelfrost dazukommen. Das spricht für eine Wundrose, eine bakterielle Infektion der Haut, die aus den Rissen zwischen den Zehen entsteht.

Ebenfalls ärztlich beurteilen lassen: eitrige Beläge, offene Wunden, starke Schwellung, rasch zunehmende Schmerzen und rote Streifen, die vom Fuß Richtung Knie ziehen. Bei Diabetes oder tauben Füßen zählt jede offene Stelle als dringlich, auch wenn sie nicht wehtut, gerade weil sie nicht wehtut.

Vorsicht ist auch geboten, wenn die Haut unter der Behandlung stark brennt, nässt und sich rötet: Das kann eine Unverträglichkeit gegen das Präparat sein. Brechen Sie die Anwendung dann ab und lassen Sie sich in der Apotheke oder in einer Ordination beraten. Ein Kortisonpräparat aus der Hausapotheke ist bei Verdacht auf Pilz keine gute Idee, weil es den Juckreiz dämpft und den Pilz zugleich begünstigt.

Wie lange dauert Fußpilz und wie behandeln Sie richtig?

Bei der Form zwischen den Zehen bessern sich Juckreiz und Rötung meist innerhalb einiger Tage, die Behandlung selbst dauert je nach Wirkstoff ein bis vier Wochen. Die schuppende Form an der Fußsohle braucht länger, häufig mehrere Wochen, weil die Hornschicht dort dicker ist.

Entscheidend ist die Konsequenz nach dem Abklingen: Der Pilz überlebt in der Hornschicht, auch wenn nichts mehr zu sehen ist. Deshalb wird die in der Packungsbeilage angegebene Nachbehandlungszeit eingehalten. Wer nach drei beschwerdefreien Tagen aufhört, holt sich in vielen Fällen dieselbe Episode zurück.

Zur Behandlung gehört die Umgebung: Socken, Handtücher und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad waschen, Schuhe desinfizieren oder pausieren lassen, Böden im Bad regelmäßig reinigen, Nagelschere und Feile nicht teilen. Sind Nägel mitbetroffen, muss deren Behandlung parallel laufen, sonst dient der Nagel als Rückzugsort und die Haut wird immer wieder neu besiedelt.

Ist Fußpilz ohne Rezept behandelbar?

Die unkomplizierte Form zwischen den Zehen lässt sich in aller Regel mit Cremes, Gelen oder Sprays aus der Apotheke behandeln, die kein Rezept erfordern. Rezeptpflichtig wird es bei ausgedehntem Befall, bei Nagelbeteiligung, bei ausbleibender Besserung und bei Menschen mit Diabetes oder Immunschwäche.

Wie lange ist Fußpilz ansteckend?

Solange lebende Pilzelemente in den Hautschuppen vorhanden sind, also bis die Behandlung abgeschlossen ist. Unter wirksamer Behandlung sinkt die Ansteckungsfähigkeit rasch, dennoch gelten getrennte Handtücher und Badeschuhe bis zum Ende der Nachbehandlungszeit.

Hilft ein Fußbad mit Essig oder Salz?

Solche Bäder können die Haut kurzzeitig angenehmer machen, sie beseitigen den Pilz aber nicht und ersetzen kein Antimykotikum. Essigbäder reizen zudem eingerissene Haut. Wichtiger als das Bad ist das sorgfältige Abtrocknen danach.

Kann ich mit Fußpilz ins Schwimmbad?

Möglich ist es, sinnvoll ist es nur mit Badeschuhen und begonnener Behandlung, weil Sie sonst Hautschuppen im Nassbereich hinterlassen. Nach dem Bad die Zehenzwischenräume gründlich abtrocknen und den Wirkstoff auftragen.

Was macht MEDINOW bei Fußpilz?

Wir bieten keine Videosprechstunde und keine telefonische Beratung, sondern eine ärztliche Beurteilung Ihrer Angaben aus einem Fragebogen. Bei ausgedehntem oder wiederkehrendem Befall kann daraus eine Verordnung entstehen; bei Fieber, ausgebreiteter Rötung oder offenen Wunden ist dieser Weg nicht geeignet und eine persönliche Untersuchung erforderlich.